Ich bringe meine Dunkelheiten ans Licht
Hörtext
Hinführung: Das Böse beim Namen nennen
Im Märchen Rumpelstilzchen gewinnt die Müllerstochter ihre Freiheit, als sie den Namen des geheimnisvollen Zwerges erfährt. Solange er namenlos bleibt, besitzt er Macht über sie. In dem Augenblick aber, in dem sie seinen Namen ausspricht, wird seine verborgene Macht gebrochen.
Dieser Gedanke lässt sich auch auf unser geistliches Leben übertragen. Das Böse wirkt besonders dort, wo es verborgen bleibt. Ängste, Schuld, Neid, Bitterkeit, Stolz und alte Verletzungen können uns bestimmen, solange wir sie verdrängen oder nicht aussprechen.
Der Weg der Befreiung beginnt deshalb oft damit, dass wir ehrlich werden. Wir benennen, was in uns lebt, und bringen es in das Licht Gottes. Was ans Licht kommt, kann erkannt, vergeben und verwandelt werden.
Das Böse beim Namen zu nennen bedeutet nicht, ihm mehr Macht zu geben. Es bedeutet vielmehr, ihm das Versteck zu nehmen. Im Licht Christi verliert die Finsternis ihre Herrschaft, und ein neuer Weg in die Freiheit beginnt.
„Alles aber, was aufgedeckt wird, wird durch das Licht offenbar.“
Epheser 5,13
Beichtspiegel – Ein ehrlicher Blick ins Herz
Gott liebt dich und lädt dich ein, mit allem zu ihm zu kommen. Dieser Beichtspiegel soll dir helfen, dein Herz ehrlich vor Gott zu prüfen. Es geht nicht darum, dich anzuklagen, sondern den Weg zur Vergebung und zu neuer Freiheit zu finden.
Meine Beziehung zu Gott
Habe ich Gott an die erste Stelle gesetzt?
Habe ich mein Vertrauen auf Menschen, Geld, Erfolg oder andere Dinge gesetzt?
Habe ich mich mit Esoterik, Okkultismus, Horoskopen oder Wahrsagerei beschäftigt?
Habe ich Gottes Namen leichtfertig oder respektlos gebraucht?
Mein Alltag
Habe ich mir genügend Zeit für Gott, Gebet und Ruhe genommen?
Habe ich meine Aufgaben treu erfüllt oder war ich bequem und gleichgültig?
Meine Beziehungen
Habe ich meine Eltern, meinen Ehepartner oder andere Menschen geachtet?
Habe ich jemanden verletzt, verachtet oder schlecht behandelt?
Trage ich Hass, Bitterkeit oder Unversöhnlichkeit in meinem Herzen?
Bin ich bereit zu vergeben?
Reinheit und Treue
Bin ich meinen Gedanken, Worten und Taten treu geblieben?
Habe ich mich von unreinen Bildern oder Begierden bestimmen lassen?
Habe ich Gottes gute Ordnung für Liebe und Sexualität geachtet?
Umgang mit Besitz
War ich ehrlich im Umgang mit Geld und Eigentum?
Habe ich gestohlen, betrogen oder andere benachteiligt?
Bin ich maßvoll geblieben oder haben Süchte mein Leben bestimmt?
Meine Worte
Habe ich gelogen, gelästert oder andere verletzt?
Habe ich die Wahrheit in Liebe gesagt?
Mein Herz
Bin ich dankbar für das, was Gott mir geschenkt hat?
War ich neidisch, egoistisch oder unzufrieden?
Habe ich mich über andere erhoben oder auf sie herabgesehen?
Gott kennt dein Herz. Wenn du deine Schuld ehrlich vor ihn bringst, vergibt er dir, richtet dich wieder auf und schenkt dir einen neuen Anfang. Seine Gnade ist größer als unsere Schuld.